Sonstige Wärmebehandlungen

Induktivhärten

Beim Induktionshärten wird die Oberfläche des Werkstückes mit einem sogenannten Induktor (Magnetfeld) auf Austenitisierungstemperatur gebracht. Nach Erreichen der entsprechenden Temperatur wird das Werkstück mit angepassten Medien abgeschreckt. Hierdurch verleihen wir den Bauteilen eine harte und verschleißfeste Oberfläche, ohne die durch vorhergehende Behandlungen hergestellten Eigenschaften des Kerns zu verändern. Zum Induktionshärten eignen sich vor allem unlegierte und niedrig legierte Werkeugstähle ab einem Kohlenstoffgehalt von ca. 0,3%. Es können jedoch auch Stähle mit geringerem Kohlenstoffgehalt induktivgehärtet werden, wobei aber dementsprechend geringe Härten zu erzielen sind.

  • Durch Festlegung der Parameter wird ein hohes Maß an Reproduzierbarkeit erreicht
  • Es lassen sich bestimmte Bereiche eines Werkstücks härten (Rest bleibt weich)
  • Es können auch sehr große und schwere Werkstücke gehärtet werden
  • Maß- und Formänderungen sind relativ gering
  • Das Härteverfahren ist relativ sauber und umweltfreundlich
  • Das Abschreckmedium wird aufgefangen, gefiltert und wiederverwendet
Frequenz Eindringtiefe
Hochfrequenz (HF) 800 KHz ca. 0,5 - 2,0mm
Mittelfrequenz (MF) 8-10 KHz ca. 1,5 - 3,0mm
 

Flammhärten

Beim Flammhärten erfolgt die Erwärmung auf Austenitisierungstemperatur durch die Flamme eines Acetylenbrenners. Nach Erreichen der entsprechenden Temperatur und der vorgegebenen Tiefe wird das Werkstück mit angepassten Medien abgeschreckt. Die Behandlung wird in der Randzone durchgeführt und hat dadurch in der Regel keine Auswirkungen auf den Kern. Es entsteht somit eine harte verschleißfeste Oberfläche und der Kern behält seine durch vorhergehende Behandlungen erzeugten Eigenschaften. Es können Härtetiefen von mehreren mm erreicht werden.